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Archive for September 2006

weise Indianer kommen zu Wort

22. September 2006 1 Kommentar

"Die verrückte und kranke Welt des weißen Mannes Vieles ist töricht an eurer sogenannten ZIVILISATION. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören."

Tatanga Mani…

Nach Ansicht der Indianer gehört die Erde dem Grossen Geist, und dem Menschen ist sie nur in Obhut gegeben. Das Land, das ich nutze, ist nicht mein, es ist mir vom Grossen Geist nur zu meinem Nutzen und zum Nutzen für die Generationen derer, die nach mir kommen, geliehen. Die Bereitschaft des Indianers, mit seinen Mitmenschen zu teilen, war eine großartige Sache.
Oft gab er versteckt hinter einer Maske oder unerkannt für den Empfänger, so dass dieser denken musste, das Geschenk komme vom Grossen Geist. Er kannte echte soziale Sicherheit in der Art eines wechselseitigen Beistandpaktes zwischen sich und seinen Mitmenschen.
Wenn ein Mann heiratete, griff jeder mit an und half, ihm ein Heim zu errichten. Er brauchte nicht eine Hypothek von 20000 Dollar aufzunehmen, an der er den Rest seines Lebens zahlte. Wenn er auf die Jagd oder zum Fischfang ging und mehr heimbrachte, als er brauchte, teilte er seine Beute mit anderen.
Sein Sinn, sich zu allem Zeit zu lassen, verlieh ihm geistige und körperliche Gesundheit. Und weil er so handelte und lebte, bescherte ihm der Grosse Geist viele Tage. Er wurde alt und lebte ein gutes Leben. Möge es euch auch so ergehen, meine Freunde.

 

Sun Bear…ein Chippewa-Indianer aus Minnesota…

"Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sie zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere – und hoffentlich besser."

Oren Lyons…Häuptling der Onondaga-Nation…

Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Dieselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie aufs neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege

Sitting Bull…Lakota…

"Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen."

Ojibwa…

"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur.

Hopi Indianer…

"Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum."

Henry Old Coyote…

"Weißt du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist."

Tatanga Mani…Stoney…

"Es gibt mehr als eine Straße, die zum Leben nach dem Leben führt, es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg, die andere Hälfte seines Selbst in einem anderen Menschen zu finden, es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen."
"Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben. Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen. Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren. Wer die schon vor der Geburt erhaltenen Gaben nicht respektieren kann, kann nie etwas richtig respektieren."

Eine Nootka

 

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Kategorien:Allgemein Schlagwörter:

weise Indianer kommen zu Wort

22. September 2006 1 Kommentar

"Die verrückte und kranke Welt des weißen Mannes Vieles ist töricht an eurer sogenannten ZIVILISATION. Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld nach, bis ihr soviel habt, dass ihr gar nicht lange genug leben könnt, um es auszugeben. Ihr plündert die Wälder, ihr schlachtet die Tiere ab, ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe, als käme nach euch keine Generation mehr , die all dies ebenfalls braucht. Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt, während ihr immer größere Bomben baut, um jene Welt, die ihr jetzt habt, zu zerstören."

Tatanga Mani…

Nach Ansicht der Indianer gehört die Erde dem Grossen Geist, und dem Menschen ist sie nur in Obhut gegeben. Das Land, das ich nutze, ist nicht mein, es ist mir vom Grossen Geist nur zu meinem Nutzen und zum Nutzen für die Generationen derer, die nach mir kommen, geliehen. Die Bereitschaft des Indianers, mit seinen Mitmenschen zu teilen, war eine großartige Sache.
Oft gab er versteckt hinter einer Maske oder unerkannt für den Empfänger, so dass dieser denken musste, das Geschenk komme vom Grossen Geist. Er kannte echte soziale Sicherheit in der Art eines wechselseitigen Beistandpaktes zwischen sich und seinen Mitmenschen.
Wenn ein Mann heiratete, griff jeder mit an und half, ihm ein Heim zu errichten. Er brauchte nicht eine Hypothek von 20000 Dollar aufzunehmen, an der er den Rest seines Lebens zahlte. Wenn er auf die Jagd oder zum Fischfang ging und mehr heimbrachte, als er brauchte, teilte er seine Beute mit anderen.
Sein Sinn, sich zu allem Zeit zu lassen, verlieh ihm geistige und körperliche Gesundheit. Und weil er so handelte und lebte, bescherte ihm der Grosse Geist viele Tage. Er wurde alt und lebte ein gutes Leben. Möge es euch auch so ergehen, meine Freunde.

 

Sun Bear…ein Chippewa-Indianer aus Minnesota…

"Wer die Erde nicht respektiert, zerstört sie, wer nicht alles Leben so wie das eigene respektiert, wird zum Mörder. Der Mensch glaubt manchmal, er sie zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. Wir denken bei jeder Entscheidung an die siebte der kommenden Generationen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Menschen nach uns, die noch ungeborenen Generationen, eine Welt vorfinden, die nicht schlechter ist als die unsere – und hoffentlich besser."

Oren Lyons…Häuptling der Onondaga-Nation…

Sie behaupten, unsere Erde gehört ihnen. Seht Brüder, der Frühling ist da. Die Sonne hat die Erde umarmt. Bald werden wir die Kinder dieser Liebe sehen. Jeder Same, jedes Tier ist erwacht. Dieselbe Kraft hat auch uns geboren. Darum gewähren wir auch unseren Mitmenschen und unseren Freunden, den Tieren, die gleichen Rechte wie uns, auf dieser Erde zu leben. Aber hört Brüder. Jetzt haben wir es mit einer anderen Art zu tun. Sie waren wenige und schwach; jetzt aber sind es viele und sie sind stark und überheblich. Es ist kaum zu glauben, sie wollen die Erde umpflügen. Habgier ist ihre Krankheit. Sie haben viele Gesetze gemacht und die Reichen dürfen sie brechen, die Armen aber nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Starken damit zu stützen. Sie sagen, unsere Mutter die Erde gehöre ihnen; sie zäunen uns, ihre Nachbarn, von unserer Mutter ab. Sie beschmutzen unsere Mutter mit ihren Gebäuden und ihrem Abfall. Sie zwingen unsere Mutter, zur Unzeit zu gebären. Und wenn sie keine Frucht mehr trägt, geben sie ihr Medizin, auf das sie aufs neue gebären soll. Was sie tun ist nicht heilig. Sie sind wie ein Fluss zur Zeit des Hochwassers. Im Frühling tritt er über die Ufer und zerstört alles auf seinem Wege

Sitting Bull…Lakota…

"Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen."

Ojibwa…

"Ich bin das Land. Meine Augen sind der Himmel. Meine Glieder sind die Bäume. Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen. Ich bin selbst Natur.

Hopi Indianer…

"Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum."

Henry Old Coyote…

"Weißt du, dass die Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Grossen Geist."

Tatanga Mani…Stoney…

"Es gibt mehr als eine Straße, die zum Leben nach dem Leben führt, es gibt mehr als eine Art zu lieben, es gibt mehr als einen Weg, die andere Hälfte seines Selbst in einem anderen Menschen zu finden, es gibt mehr als eine Art, den Feind zu bekämpfen."
"Wer sein Selbst nicht lieben kann, kann niemanden lieben. Wer sich seines Körpers schämt, schämt sich alles Lebendigen. Wer seinen Körper schmutzig findet, ist verloren. Wer die schon vor der Geburt erhaltenen Gaben nicht respektieren kann, kann nie etwas richtig respektieren."

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so führst du ein glückliches Leben

22. September 2006 Hinterlasse einen Kommentar

 
Desiderata
Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hektik. Denke daran: Frieden findest Du in der Stille.

Pflege gute Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, versuche mit ihnen auszukommen, soweit es Dir möglich ist, ohne Dich selbst aufzugeben.

Was Du als wahr erkannt hast – sprich es offen und ehrlich und in ruhigen klaren Worten aus. Höre anderen zu, selbst wenn sie Dir dumm, langweilig und unwissend erscheinen. Ihr Schicksal hat sie so geformt wie sie sind.

Gehe den Lauten und Streitsüchtigen aus dem Weg. Sie verdrießen nur Deinen Sinn.

Wenn Du Dich mit anderen Menschen vergleichst, könntest Du eingebildet oder verdrießlich werden. Du kannst sicher sein: Es wird immer Menschen geben, die bedeutender sind als Du und auch solche, die weniger können.

Genieße, was Du erreicht hast. Begeistere Dich für die Pläne, die Du noch verwirklichen willst.

Arbeite an Deiner beruflichen Fortentwicklung und Entfaltung. Wie bescheiden Deine Arbeit auch sein mag, ein guter Beruf ist eine unschätzbare Mitgift für alle Wechselfälle des Lebens.

In geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voll List. Aber das soll Dich nicht blind dafür machen, daß es auch rechtschaffene Leute gibt. Viele Menschen streben nach höheren Zielen, und überall im Leben gibt es Helden.

Sei Du selbst. Heuchle weder Zuneigung, noch mache höhnische Bemerkungen über die Liebe. Ungeachtet der alltäglichen Trostlosigkeit und trotz vieler Enttäuschungen und mancher Verdrossenheit – die Liebe verdorrt nicht, sie wächst und wächst wie das Gras auf der Wiese.

Du wirst jeden Tag ein bißchen älter. Akzeptiere das dankbar. Und wenn es an der Zeit ist, lasse die Prioritäten der Jugend mit Würde hinter Dir. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.

(Oder: Beuge Dich dankbar dem Rat der zunehmenden Lebensjahre und lasse, wenn die Zeit gekommen ist, die Jugend mit Würde los. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.)

Erhalte Dir die Schärfe Deines Verstandes. Mit einem geschulten Geist bist Du gefeit, wenn Dich ein unerwartet ein Mißgeschick trifft.

Belaste Dich nicht mit finsterem Grübeln. Viele Ängste keimen vor allem dann auf, wenn Du müde oder einsam bist.

Praktiziere eine zuträgliche Selbstdisziplin, aber gehe behutsam mit Dir um.

Genau wie die Bäume auf dem Feld und die Sterne am Himmel, so bist Du ein Geschöpf des Universums. Dein Schöpfer hat es für gut befunden, daß Du hier bist. Du hast deshalb ein Recht darauf. Ob Du es verstehst oder nicht: Das Universum entwickelt sich ganz gewiß so, wie es sein Architekt geplant hat.

Lebe deshalb in Frieden mit Gott, was auch immer er Dir bedeutet. Und was immer Deine Bemühungen, Sehnsüchte und Ziele im lärmenden Wirrwarr des Lebens seien – strebe nach innerer Harmonie. Trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Plackereien und trotz aller zerronnenen Träume – es ist eine schöne Welt. Sei froh und heiter. Setze alles daran, glücklich zu sein.

© 2004 • Copyright für die Übersetzung: Günther W. Frank. Diese Übersetzung darf weitergegeben und im Internet veröffentlicht werden,
wenn der Inhalt (einschließlich der der Autoren-Angabe und dieser Copyright-Information) unverändert bleibt.

Es wird meistens behauptet, dieser Text sei die Inschrift der alten St. Pauls Kirche in Baltimore von 1692. Tatsächlich soll der Autor jedoch der deutsch-amerikanische Dichter Max Ehrmann sein, der das Copyright dazu im Jahre 1927 eingereicht hatte.
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so führst du ein glückliches Leben

22. September 2006 Hinterlasse einen Kommentar

 
Desiderata
Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hektik. Denke daran: Frieden findest Du in der Stille.

Pflege gute Beziehungen zu Deinen Mitmenschen, versuche mit ihnen auszukommen, soweit es Dir möglich ist, ohne Dich selbst aufzugeben.

Was Du als wahr erkannt hast – sprich es offen und ehrlich und in ruhigen klaren Worten aus. Höre anderen zu, selbst wenn sie Dir dumm, langweilig und unwissend erscheinen. Ihr Schicksal hat sie so geformt wie sie sind.

Gehe den Lauten und Streitsüchtigen aus dem Weg. Sie verdrießen nur Deinen Sinn.

Wenn Du Dich mit anderen Menschen vergleichst, könntest Du eingebildet oder verdrießlich werden. Du kannst sicher sein: Es wird immer Menschen geben, die bedeutender sind als Du und auch solche, die weniger können.

Genieße, was Du erreicht hast. Begeistere Dich für die Pläne, die Du noch verwirklichen willst.

Arbeite an Deiner beruflichen Fortentwicklung und Entfaltung. Wie bescheiden Deine Arbeit auch sein mag, ein guter Beruf ist eine unschätzbare Mitgift für alle Wechselfälle des Lebens.

In geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voll List. Aber das soll Dich nicht blind dafür machen, daß es auch rechtschaffene Leute gibt. Viele Menschen streben nach höheren Zielen, und überall im Leben gibt es Helden.

Sei Du selbst. Heuchle weder Zuneigung, noch mache höhnische Bemerkungen über die Liebe. Ungeachtet der alltäglichen Trostlosigkeit und trotz vieler Enttäuschungen und mancher Verdrossenheit – die Liebe verdorrt nicht, sie wächst und wächst wie das Gras auf der Wiese.

Du wirst jeden Tag ein bißchen älter. Akzeptiere das dankbar. Und wenn es an der Zeit ist, lasse die Prioritäten der Jugend mit Würde hinter Dir. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.

(Oder: Beuge Dich dankbar dem Rat der zunehmenden Lebensjahre und lasse, wenn die Zeit gekommen ist, die Jugend mit Würde los. Die Jugend hat ihre Zeit, das Alter hat seine Zeit.)

Erhalte Dir die Schärfe Deines Verstandes. Mit einem geschulten Geist bist Du gefeit, wenn Dich ein unerwartet ein Mißgeschick trifft.

Belaste Dich nicht mit finsterem Grübeln. Viele Ängste keimen vor allem dann auf, wenn Du müde oder einsam bist.

Praktiziere eine zuträgliche Selbstdisziplin, aber gehe behutsam mit Dir um.

Genau wie die Bäume auf dem Feld und die Sterne am Himmel, so bist Du ein Geschöpf des Universums. Dein Schöpfer hat es für gut befunden, daß Du hier bist. Du hast deshalb ein Recht darauf. Ob Du es verstehst oder nicht: Das Universum entwickelt sich ganz gewiß so, wie es sein Architekt geplant hat.

Lebe deshalb in Frieden mit Gott, was auch immer er Dir bedeutet. Und was immer Deine Bemühungen, Sehnsüchte und Ziele im lärmenden Wirrwarr des Lebens seien – strebe nach innerer Harmonie. Trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Plackereien und trotz aller zerronnenen Träume – es ist eine schöne Welt. Sei froh und heiter. Setze alles daran, glücklich zu sein.

© 2004 • Copyright für die Übersetzung: Günther W. Frank. Diese Übersetzung darf weitergegeben und im Internet veröffentlicht werden,
wenn der Inhalt (einschließlich der der Autoren-Angabe und dieser Copyright-Information) unverändert bleibt.

Es wird meistens behauptet, dieser Text sei die Inschrift der alten St. Pauls Kirche in Baltimore von 1692. Tatsächlich soll der Autor jedoch der deutsch-amerikanische Dichter Max Ehrmann sein, der das Copyright dazu im Jahre 1927 eingereicht hatte.
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9/11 Zweitausendundeins

16. September 2006 Hinterlasse einen Kommentar

"[…]Wolfgang Schäuble (CDU) warnte in der "Bild"-Zeitung vor einer Gefahr durch radikale Konvertiten zum Islam. "Man denkt, wer hier aufwächst und die großen Vorteile unserer freien Gesellschaft genießt, ist immun. Aber einige sind für Radikalisierung empfänglich", wird der CDU-Politiker zitiert. Dies seien gefährliche und fanatische Leute mit hoher krimineller Energie, erklärte Schäuble. "Das besorgt mich sehr."[…]" Quelle: Spiel Online, 06. September 2007, „TERROR-GEFAHR IN DEUTSCHLAND“ (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,504232,00.html)

Mich persönlich besorgt viel mehr, dass in den meisten Fällen öffentlicher Diskussion um die Themen extremistischer islamistischer Terror und Kampf gegen den Terror so wenig (zu wenig) selbstkritische Stimmen der deutschen Politik (Gesellschaft) laut werden. – Das zeigt sich an dem weltfremden Ausspruch Herrn Schäubles (s.o.) wo der gute Herr sich wundert, dass in unserer „ach so tollen“ Freiheit Radikalismus möglich sei….

 

Kurz nach dem 11. September 2001 forderten internationale Gelehrte, wir alle müssten uns zu erst einmal mit dem Islam auseinandersetzen, ihn kennen lernen. – Auch im militär- und terrorabwehrstrategischen Sinne. Doch es wird nur an Symptomen herumgedoktert, anstatt zu erst einmal die Diskrepanz zwischen den Zielen der "lang anhaltenden Freiheit" und der "ewigen Gerechtigkeit" mit in jede Diskussion einfließen zu lassen…

 

So lange wir (westlichen Wirtschaftsnationen) nicht begreifen, dass unsere Lebensweisen, Kulturen und Wertvorstellungen mit ihrer tausendfachen Doppelmoral unendliches Leid an der Schöpfung hervorbringen, werden wir nie den Kampf gegen den Terror gewinnen. – Ob es islamistischer Terror oder andere extremistische Formen sind, die da vielleicht gerade wachsen, wo wir  Unrecht, Leid und Armut mitzuverantworten  haben.

Das überhebliche und verlogene Theaterspiel der G8 auf der „multilateralen“ Bühne westlicher Politik bedeutet doch nichts anderes als reine Besitzstandswahrung im Sinne des "Enduring Freedom". – Welche Werte werden da verteidigt? Und ohne Plan sollen Demokratie und Freiheit in die islamische Kultur getragen werden. Wenn wir (unsere Politik) wenigstens lernen würden, das Wissen unserer geistigen Eliten, unserer gerühmten Gelehrten konsequent mit in unsere Politik einfließen zu lassen, dann könnten wir uns irgendwann einmal „dem Islam“ oder anderen Kulturen soweit annähern, dass eine wirkliche Koexistenz auf diesem Planeten möglich wäre.

Man sollte an dieser Stelle einmal hochrechnen, wie viele Menschen auf dieser Welt unzufrieden mit der Politik der herrschenden Wirtschaftsmächte sind. Ich habe den Eindruck, dass das viel, viel mehr sind, als über die Medien `rüberkommt. – So lange wir von Politikern gelenkt werden, die ihre Daseinsberechtigung auf Lippenbekenntnissen begründen, ohne Konsequenzen tragen zu müssen, die Unwahrheit sagen dürfen und sich „alles“ nach der Macht der wenigen Starken richtet, wird sich nichts in unserer kleinen Republik verändern, was uns wirklich vor Terror schützen würde! Mich wundert ehrlich gesagt, dass wir zwischen RAF-Zeiten und 11/9/2001 so ruhig gelebt haben…

 

Die Summe aller Schweigeminuten

 

Falls Dir die schrecklichen Ereignisse am 11. September noch zu schaffen machen, nimm Dir 2 Minuten Zeit, um der 3.000 zivilen Opfern von New York, Washington und Pennsylvania zu gedenken…

Dann kannst Du daran denken, wie einige wenige fanatische Moslems danach in den Straßen gesungen und getanzt, gefeiert und geklatscht haben.

Wenn Du gerade so schön dabei bist, kannst Du auch gleich noch 13 Schweigeminuten für die 130.000 irakischen Zivilisten einlegen, die 1991 unter dem Kommando von Präsident G. Bush umkamen.

Dann kannst Du daran denken, wie viele Amerikaner danach in den Straßen gesungen und getanzt, gefeiert und geklatscht haben.

Jetzt ist es an der Zeit, weitere 20 Schweigeminuten für die 200.000 iranischen Zivilisten einzulegen, die in den 80er Jahren von Irakern mit US-gesponserten Waffen und Geld geopfert wurden, bevor Amerika die Richtung wechselte und seine irakischen Freunde zum Feind erkor.

Du solltest Dir noch weitere 15 Minuten nehmen, um den Russen und 150.000 Afghanen zu gedenken, die von den Taliban getötet wurden, die ihre edle Ausbildung und Unterstützung von der CIA bekamen.

Dann wären da noch 10 Schweigeminuten für die 100.000 zivilen Opfer der amerikanischen Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki im 2. Weltkrieg.

Du hast jetzt eine Stunde lang geschwiegen!

2 Minuten für die getöteten Amerikaner in New York, Washington und Pennsylvania und 58 Minuten für die Opfer der US-Politik und deren Opfer auf der ganzen Welt.

Falls Dir die Relationen immer noch nicht bewusst sind, kannst Du noch eine weitere Schweigeminute für die Opfer des Vietnam-Krieges draufschlagen. Oder für das Massaker in Panama 1989, bei dem amerikanische Truppen arme unschuldige Dörfer angriffen um 20.000 Obdachlose und tausende Tote zu hinterlassen.

Oder für die Millionen von Kindern, die ob der Unterversorgung durch das US-Embargo gegen Irak und Kuba starben. Oder für die Hunderttausenden, die bei US-finanzierten Bürgerkriegen in Chile, Argentinien, Uruguay, Bolivien, Guatemala, El Salvador (um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen) ums Leben kamen.

 

So, jetzt können wir noch mal über Terrorismus reden!
 
 
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9/11 Zweitausendundeins

16. September 2006 Hinterlasse einen Kommentar

"[…]Wolfgang Schäuble (CDU) warnte in der "Bild"-Zeitung vor einer Gefahr durch radikale Konvertiten zum Islam. "Man denkt, wer hier aufwächst und die großen Vorteile unserer freien Gesellschaft genießt, ist immun. Aber einige sind für Radikalisierung empfänglich", wird der CDU-Politiker zitiert. Dies seien gefährliche und fanatische Leute mit hoher krimineller Energie, erklärte Schäuble. "Das besorgt mich sehr."[…]" Quelle: Spiel Online, 06. September 2007, „TERROR-GEFAHR IN DEUTSCHLAND“ (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,504232,00.html)

Mich persönlich besorgt viel mehr, dass in den meisten Fällen öffentlicher Diskussion um die Themen extremistischer islamistischer Terror und Kampf gegen den Terror so wenig (zu wenig) selbstkritische Stimmen der deutschen Politik (Gesellschaft) laut werden. – Das zeigt sich an dem weltfremden Ausspruch Herrn Schäubles (s.o.) wo der gute Herr sich wundert, dass in unserer „ach so tollen“ Freiheit Radikalismus möglich sei….

 

Kurz nach dem 11. September 2001 forderten internationale Gelehrte, wir alle müssten uns zu erst einmal mit dem Islam auseinandersetzen, ihn kennen lernen. – Auch im militär- und terrorabwehrstrategischen Sinne. Doch es wird nur an Symptomen herumgedoktert, anstatt zu erst einmal die Diskrepanz zwischen den Zielen der "lang anhaltenden Freiheit" und der "ewigen Gerechtigkeit" mit in jede Diskussion einfließen zu lassen…

 

So lange wir (westlichen Wirtschaftsnationen) nicht begreifen, dass unsere Lebensweisen, Kulturen und Wertvorstellungen mit ihrer tausendfachen Doppelmoral unendliches Leid an der Schöpfung hervorbringen, werden wir nie den Kampf gegen den Terror gewinnen. – Ob es islamistischer Terror oder andere extremistische Formen sind, die da vielleicht gerade wachsen, wo wir  Unrecht, Leid und Armut mitzuverantworten  haben.

Das überhebliche und verlogene Theaterspiel der G8 auf der „multilateralen“ Bühne westlicher Politik bedeutet doch nichts anderes als reine Besitzstandswahrung im Sinne des "Enduring Freedom". – Welche Werte werden da verteidigt? Und ohne Plan sollen Demokratie und Freiheit in die islamische Kultur getragen werden. Wenn wir (unsere Politik) wenigstens lernen würden, das Wissen unserer geistigen Eliten, unserer gerühmten Gelehrten konsequent mit in unsere Politik einfließen zu lassen, dann könnten wir uns irgendwann einmal „dem Islam“ oder anderen Kulturen soweit annähern, dass eine wirkliche Koexistenz auf diesem Planeten möglich wäre.

Man sollte an dieser Stelle einmal hochrechnen, wie viele Menschen auf dieser Welt unzufrieden mit der Politik der herrschenden Wirtschaftsmächte sind. Ich habe den Eindruck, dass das viel, viel mehr sind, als über die Medien `rüberkommt. – So lange wir von Politikern gelenkt werden, die ihre Daseinsberechtigung auf Lippenbekenntnissen begründen, ohne Konsequenzen tragen zu müssen, die Unwahrheit sagen dürfen und sich „alles“ nach der Macht der wenigen Starken richtet, wird sich nichts in unserer kleinen Republik verändern, was uns wirklich vor Terror schützen würde! Mich wundert ehrlich gesagt, dass wir zwischen RAF-Zeiten und 11/9/2001 so ruhig gelebt haben…

 

Die Summe aller Schweigeminuten

 

Falls Dir die schrecklichen Ereignisse am 11. September noch zu schaffen machen, nimm Dir 2 Minuten Zeit, um der 3.000 zivilen Opfern von New York, Washington und Pennsylvania zu gedenken…

Dann kannst Du daran denken, wie einige wenige fanatische Moslems danach in den Straßen gesungen und getanzt, gefeiert und geklatscht haben.

Wenn Du gerade so schön dabei bist, kannst Du auch gleich noch 13 Schweigeminuten für die 130.000 irakischen Zivilisten einlegen, die 1991 unter dem Kommando von Präsident G. Bush umkamen.

Dann kannst Du daran denken, wie viele Amerikaner danach in den Straßen gesungen und getanzt, gefeiert und geklatscht haben.

Jetzt ist es an der Zeit, weitere 20 Schweigeminuten für die 200.000 iranischen Zivilisten einzulegen, die in den 80er Jahren von Irakern mit US-gesponserten Waffen und Geld geopfert wurden, bevor Amerika die Richtung wechselte und seine irakischen Freunde zum Feind erkor.

Du solltest Dir noch weitere 15 Minuten nehmen, um den Russen und 150.000 Afghanen zu gedenken, die von den Taliban getötet wurden, die ihre edle Ausbildung und Unterstützung von der CIA bekamen.

Dann wären da noch 10 Schweigeminuten für die 100.000 zivilen Opfer der amerikanischen Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki im 2. Weltkrieg.

Du hast jetzt eine Stunde lang geschwiegen!

2 Minuten für die getöteten Amerikaner in New York, Washington und Pennsylvania und 58 Minuten für die Opfer der US-Politik und deren Opfer auf der ganzen Welt.

Falls Dir die Relationen immer noch nicht bewusst sind, kannst Du noch eine weitere Schweigeminute für die Opfer des Vietnam-Krieges draufschlagen. Oder für das Massaker in Panama 1989, bei dem amerikanische Truppen arme unschuldige Dörfer angriffen um 20.000 Obdachlose und tausende Tote zu hinterlassen.

Oder für die Millionen von Kindern, die ob der Unterversorgung durch das US-Embargo gegen Irak und Kuba starben. Oder für die Hunderttausenden, die bei US-finanzierten Bürgerkriegen in Chile, Argentinien, Uruguay, Bolivien, Guatemala, El Salvador (um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen) ums Leben kamen.

 

So, jetzt können wir noch mal über Terrorismus reden!
 
 
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Unzufriedenheit

16. September 2006 Hinterlasse einen Kommentar

Unzufrieden

Du hast das Recht, unzufrieden zu sein.

 

Unzufriedenheit ist nicht Undankbarkeit.
Du stellst dir eine andere Wirklichkeit vor
und bist nicht bereit,
die Zustände anzunehmen, wie sie sind.
Du wünscht Veränderung, Erneuerung,
den Durchbruch zu einer Welt,
in der es sich zu leben lohnt,
und nicht nur für dich.

Du bist unzufrieden mit der Weltlage,
mit der Aufrüstung,
mit der Ausbeutung der Armen,
mit der Zerstörung der Umwelt
und der ungerechten Verteilung der Lebensmittel,
mit dem Rassismus.

Du bist unzufrieden mit deiner Unfähigkeit
etwas zu tun.
Du bist unzufrieden
mit deiner eigenen Entwicklung,
mit deiner Vordergründigkeit und Faulheit.
Du bist unzufrieden mit deiner Partnerschaft,
mit den Rollen, in die ihr geschlüpft seid,
mit der Unoffenheit
und den tausend Ablenkungen.

– – – – 

Du hast das Recht, unzufrieden zu sein,
wenn du bereit bist, auch etwas zu tun,
um die Gründe für deine Unzufriedenheit
zumindest anzugehen oder gar zu beseitigen.
Dann wird deine Unzufriedenheit der Motor
für Veränderung sein.
Dann wirst du nicht nur meckern
und andere beschuldigen,
sondern selbst eingreifen.

Deine Unzufriedenheit kann deine Chance sein.
Lass sie dir nicht nehmen.

 

Ullrich Schaffer, Grundrechte (Auszug)´
 
 
 
 
(klick auf Bild = Vergrößerung)
 
 
 
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