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Archive for the ‘Vorratsdatenspeicherung’ Category

ähgriehmänt – Politik in Geheimtreffen – Verhinderung einer demokratischen Debatte II

8. Februar 2012 5 Kommentare

 

>>Nicht nur der Ausschluss der Öffentlichkeit, auch die Maßnahmen zur Kontrolle des Internets ernten weltweit Kritik.  

Viele Internetnutzer sehen die Reformen als Eingriff in die Privatsphäre und ihre Grundrechte. Die Organisation Reporter ohne Grenzen sprach von einer „Verhinderung der demokratischen Debatte“. Es wurde und wird befürchtet, dass das internationale Handelsabkommen einen Ausgangspunkt für die weltweite Durchsetzung von Internetsperren bedeuten könnte.    Da die Verhandlungsteilnehmer davon ausgehen, dass der Vertrag nur so durchsetzbar ist, umgehen sie gezielt diejenigen internationalen Institutionen, die für solche Gespräche zuständig wären, etwa die World Intellectual Property Organization (WIPO), die als demokratischer Körper gerade für die behandelten Themen gegründet wurde und transparente Verhandlungen mit einer größeren Anzahl von Teilnehmern erfordern würde. Jan Philipp Albrecht, MdEP der GRÜNEN forderte, „bei den ACTA-Verhandlungen sicherzustellen, dass es keinerlei Überschreitung des geltenden EU-Rechts gibt und der Regelungsgehalt von ACTA auf die alleinige Bekämpfung der Produktpiraterie beschränkt wird. Damit müsste insbesondere das umstrittene Internetkapitel beerdigt werden.“

Nach Abs. 5 des Bundesverfassungsgerichtsurteils bzgl. der Vorratsdatenspeicherung, welche für die Überprüfung durch die Internetdienstanbieter benötigt würde, ist in Deutschland eine schwere Straftat erforderlich, um rechtsgemäß (wenn denn ein verfassungsgemäßes Gesetz existiert) den kompletten Inhalt einer Kommunikation abzuhören.

Nach § 100a StPO ist in Deutschland die Überwachung des Fernmeldeverkehrs nur im Falle einer in diesem Paragraphen aufgelisteten „schweren Straftat“ (z.B. Hochverrat und Gefährdung der demokratischen Ordnung) gesetzmäßig.

Die Piratenparteien aus verschiedenen Ländern führten am 26. und 28. Juni 2010 Demonstrationen gegen das ACTA-Abkommen durch. Die Demonstrationen fanden in mehreren Ländern statt, darunter auch in einigen deutschen Städten. Organisator war hier die Piratenpartei Deutschland.

Kritisiert wird außerdem, dass ACTA durch bewusst schwammige Formulierungen Rechtssicherheit vernichte. Zur Auslegung unklarer Begriffe sollen die Verhandlungsprotokolle zum Vertrag herangezogen werden, die jedoch noch nicht veröffentlicht worden sind. Daher – so ein weiterer Kritikpunkt – sei es momentan widersinnig, wenn die Parlamente über den Vertragsentwurf abstimmen würden, da sie den genauen Vertragsinhalt und seine Bedeutung nicht kennen.

Mehrere dutzend namhafte Wissenschaftler (u.a. vom Max-Planck-Institut) haben in Zusammenarbeit mit anerkannten Juristen in einer ausführlichen Kritik das Europaparlament dazu aufgerufen, ACTA nicht zuzustimmen<<  via Wikipedia

“Was ACTA für uns bedeutet:
http://www.youtube.com/watch?v=9LEhf7pP3Pw
Was wir dagegen unternehmen können:
http://www.youtube.com/watch?v=B6HM68tVatQ
Petition gegen ACTA unterzeichnen:
http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?fp
Proteste in DEINER Nähe:
https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AolqWqLcyaGadC1OS19vakFUY21ITjNH…

Verbreite die Anti-ACTA Videos! Erstelle selbst eines! Geh zu den Demonstrationen! Wehr dich! Sei Frei!” via DerMaseterJoJo

image  mehr lesenswertes über ACTA!

 

ähgriehmänt – Politik in Geheimtreffen – Verhinderung einer demokratischen Debatte, Schlafwandler, 19. Mai 2010

Meinungsfreiheit, Überwachung, Vielfalt, Wahrheitsgehalt – Wahlen 2009, Wahlkampf III – Wahlkrampf, Schlafwandler, 5. Juli 2009

klick: image …aus 2009…

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“Stoppen Sie die Vorratsdatenspeicherung!

4. Mai 2011 9 Kommentare

Campact Newsletter 10/2011
Mittwoch, 04. Mai 2011 – 481.512 Abonnenten

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Stoppen Sie die Vorratsdatenspeicherung!

Mit der aktuellen Terrordebatte will die CSU die Vorratsspeicherung von Telefon-, E-Mail- und Internetdaten aller Bürger/innen durchsetzen: Ohne jeden Anlass – jeder wird verdächtigt. Unser Recht auf ein selbstbestimmtes und privates Leben ist in Gefahr. Protestieren Sie gegen die Pläne!

[…],

mit der Debatte um die Festnahme dreier mutmaßlicher Al-Qaida-Terroristen in NRW und den Tod Osama bin Ladens sieht die CSU Chancen, endlich die Vorratsdatenspeicherung durchzusetzen. Sechs Monate lang will Innenminister Friedrich speichern, wer mit wem, wo und wann telefoniert, E-Mails verschickt oder das Internet genutzt hat. Bei Telefonaten per Handy oder SMS-Kontakten soll auch der Standort des Benutzers festgehalten werden. Mit der Vorratsdatenspeicherung können von nahezu allen Menschen Bewegungsprofile erstellt, geschäftliche Kontakte rekonstruiert und Bekanntschaften identifiziert werden.

Damit würden wir Bürger/innen unter Generalverdacht gestellt. In unsere Persönlichkeitsrechte würde massiv eingegriffen. Bisher wehrte sich die FDP in der Regierung dagegen, doch sie droht einzuknicken: In den nächsten Tagen will Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger einen Gesetzentwurf vorlegen. Jetzt kommt es auf unseren Protest an!

Sagen Sie Nein zur Vorratsdatenspeicherung!

Die Befürworter behaupten, dass der Zugriff von Polizei, Staatsanwaltschaften und ausländischen Staaten auf die hochsensiblen Daten für Verbrechensaufklärung und Terrorismusbekämpfung unabdingbar sei. Dabei fehlt jeder Beleg, dass dies wirksam gegen Terrorismus hilft. Selbst nach einer Studie des Bundeskriminalamts verbessert sich die Aufklärungsquote durch Vorratsdatenspeicherung nur um 0,006 Prozent. Kein Wunder, denn Schwerkriminelle und Terroristen verfügen über das Know-How keine elektronischen Spuren zu hinterlassen.

Die Datensammelwut geht auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006 zurück. Doch erst im letzten Jahr erklärte das Bundesverfassungsgericht die gesetzliche Regelung der Regierung für verfassungswidrig. Auch die Überprüfung der Richtlinie durch die Europäische Union förderte erhebliche Defizite zu Tage. Trotzdem erhöhte sie ihren Druck auf die Bundesregierung, die Richtlinie erneut in deutsches Recht umzusetzen.

Um diesen Druck etwas entgegenzusetzen, haben wir in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung einen Online-Appell gegen die Vorratsdatenspeicherung gestartet. Die gesammelten Unterschriften wollen wir Innenminister Friedrich und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger persönlich überreichen.

Unterzeichnen Sie den Appell!

Mehr zur Vorratsdatenspeicherung in unserem 5-Minuten-Info…

Was sonst noch bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil. […]



Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 481.512 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!

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Octopoda Föderalis – schau, wer sammelt da für den nächsten Datenskandal?

23. Juni 2010 7 Kommentare

Jippie-jeaeyh, da bekommen wir die Chance, endlich eine ganz offizielle Nummer zu werden!

Padeluun vom FoeBuD weist hin auf Zensus11. Lohnt sich, hier mal zu lesen. Und grüßt Big Brother.

P.S.: Datenkrake

ähgriehmänt – Politik in Geheimtreffen – Verhinderung einer demokratischen Debatte

19. Mai 2010 4 Kommentare

“Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) ist ein geplantes multilaterales Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene. Die teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünde geben an, damit […]” –> weiter lesen hier und hier. Für die ganz Wissensdurstigen: das hat netzpolitik.org zum Thema.

Gerade eMails abgerufen, dazu Post von FSA bekommen:                                     stop_acta_downsized

Aufruf: Petition gegen ACTA unterzeichnen!

“Aktion Freiheit statt Angst e.V. ruft am 12.4.10 zur Unterzeichnung der
Petition gegen das ACTA Abkommen auf!
<http://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/aktivitaeten-a-news/aktivitaeten/1258-jetzt-petition-gegen-acta-unterzeichnen>

Zur Durchsetzung von Urheberrechtsansprüchen im Internet kommt dann auch wieder die Vorratsdatenspeicherung auf den Tisch.

Dazu FSA:

“Offener Brief an Frau Leutheusser-Schnarrenberg: Keine neue
Vorratsdatenspeicherung!

Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 2. März 2010 auf die Beschwerden
von über 34.000 Bürgerinnen und Bürgern die deutschen Vorschriften zur
Vorratsspeicherung aller Verbindungsdaten für verfassungswidrig und
nichtig erklärt hat, gibt es Bestrebungen in der Regierung eine
Neuregelung vorzunehmen. Die Befürworter berufen sich dabei darauf, dass
eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 2006 europaweit eine
Vorratsdatenspeicherung vorschreibt und Deutschland dadurch zur
Wiedereinführung der verdachtslosen Vorratsdatensammlung zwingt. Die
EU-Kommission prüft jedoch derzeit eine Änderung dieser Richtlinie.

Deshalb hat auch Aktion Freiheit statt Angst e.V. den offenen Brief an
die Bundesjustizministerin unterstützt, der fordert, keine Neuregelung
des Gesetzes vorzunehmen. In Europa haben mehrere Staaten Bedenken gegen
die Vorratsspeicherung. So gibt es Urteile gegen eine Vorratsspeicherung
in Rumänien, Österreich wird sein vorgelegtes Gesetz nicht beschließen
und Schweden weigert sich trotz Strafandrohung durch die EU überhaupt
ein entsprechendes Gesetz vorzulegen.
<http://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/themen/polizei-geheimdienste-a-militaer/1279-20100419-keine-neue-vorratsdatenspeicherung>
Der Offene Brief im Wortlaut
<http://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/themen/polizei-geheimdienste-a-militaer/1279-20100419-keine-neue-vorratsdatenspeicherung>

Verdammt, was eine schnelllebige Zeit… den ganzen Tag geht mir zu allem Überfluss und obigem, wichtigen Thema eine arte-Sendung zum Thema “Bienensterben” von gestern nicht aus dem Kopf. Wo Prioritäten setzen? Hm, nun, in dem investigativen Bericht wird davon ausgegangen, dass mindestens ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion in Gefahr ist. Soll da nur mal wieder Panik geschürt werden? Heyja, wir bekommen uns und die Natur schon noch kaputt. Der nächste Krieg dann doch nicht wegen Wasser sondern wegen Nahrungsmittelproduktion? Aber der Weltmarkt ist ja datt Wichtigste, um das wir uns kümmern müssen. Jeder, der ein Auslaufmodell bewirbt, hat doch wohl einen Sockenschuss… wann wird endlich etwas zum Erhalt der Menschheit und der Schöpfung an sich getan? Vermerkelt noch mal und zugenäht.

Bitte mitmachen!

17. März 2010 8 Kommentare

Big Brother…

13. Mai 2009 18 Kommentare

Stefan Kluge schrieb auf http://www.vebfilm.net/content/view/479/lang,de/ “WEHRET DEN ANFÄNGEN”:

“Auch in Deutschland werden nun von den größten Providern sogenannte Sperrlisten befolgt, die die Kunden daran hindern sollen, Webseiten aufzusuchen, die auf dieser Liste stehen. Das Bundeskriminalamt fungiert in diesem Fall als Ermittler, Ankläger und Richter in einem: es erstellt diese Listen und reicht sie an die Provider weiter – Öffentlichkeit und andere staatliche Instanzen bleiben ausgeschlossen. mD0150
Du kannst bei netzpolitik.org in die online-Debatte dazu einsteigen. Aber natürlich findest Du die entsetzten Autoren auch in allen großen Tageszeitungen. Mit der ePetition “Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” kannst Du den Deutschen Bundestag auffordern, den Gesetzentwurf abzulehnen.”

Text der Petition

Wir fordern, dass der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.

Begründung

Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Missbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluss auf die körperliche und seelische Unversehrtheit missbrauchter Kinder.

Ich habe die Petition gerade online mitgezeichnet. Du auch?

Big Brother II – Tauschbörsen / Filesharing

 

Gefahr oder Chance

Tauschbörsen sind der Untergang der Unterhaltungsindustrie und damit der Kultur, sagen die einen. Tauschbörsen befreien die Künstler davon, durch Zwischenhändler – Musik- und Filmindustrie, Verlage – ausgebeutet zu werden. Dadurch ermöglichen sie nie gekannte Kreativität, sagen die anderen. Wahrscheinlich liegt, wie so oft, die Wahrheit irgendwo dazwischen. Nirgendwo sonst jedenfalls kristallisiert sich der Streit ums Urheberrecht so deutlich wie an der Frage, ob Tauschbörsen verboten oder erlaubt sein sollten.

Illegal oder nicht?

Tauschbörsen zu nutzen, ist nicht per se rechtswidrig. Im Gegenteil, man kann sie für nützliche und völlig legale Zwecke nutzen. Aber vieles, was mit Tauschbörsen zu tun hat, ist tatsächlich verboten.
So ist es etwa völlig legal, Tauschbörsen zu benutzen, wenn man die Rechte an den Dateien besitzt, die man dort zur Verfügung stellt. Wer etwa ein selbst komponiertes und aufgenommenes Musikstück, ein selbst gemachtes Foto, einen selbst geschriebenen Text oder Softwareprogramm einstellt, hat nichts zu befürchten. Problematisch wird es bei Inhalten, die man nicht selbst geschaffen hat. Will man fremde Werke in einer Tauschbörse anbieten, braucht man die Erlaubnis des Rechtsinhabers. Vor allem im Internet kursieren viele Inhalte, die ihre Urheber ausdrücklich zur Weiterverbreitung – auch in Tauschbörsen – freigegeben haben. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Musik-, Film- oder Softwaredatei unter einer freien Lizenz steht, die das explizit erlaubt (etwa die GNU General Public License für Software oder Creative-Commons-Lizenzen für Musik, Texte und Filme). rettung-398x428
Die weitaus meisten Inhalte dürfen jedoch nicht einfach so in Tauschbörsen zum Download angeboten werden. Im Regelfall räumen die Rechtsinhaber den Nutzern keine Nutzungsrechte an Filmen, Musikstücken, Texten oder Webseiten ein. Wer etwa eine Musik-CD kauft, erwirbt an den Musikstücken darauf keine Rechte. Ich darf die CD nur abspielen und hören. Hierfür brauche ich keine Lizenz (also kein Nutzungsrecht), da das Urheberrecht solche Handlungen nicht betrifft.
Häufig weisen die Rechtsinhaber deutlich darauf hin, dass der Nutzer keine Rechte an dem geschützten Inhalt eingeräumt bekommt. Dann findet sich auf dem Werkstück (der CD, DVD, Videokassette u.a.) ein Hinweis mit den Worten „Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte vorbehalten. Kein Verleih, keine unerlaubte Vervielfältigung, Vermietung, Aufführung, Sendung.“ Auch auf deutschen Veröffentlichungen erscheint dieser Hinweis oft in englischer Sprache und lautet dann „All rights reserved. Unauthorized copying, reproduction, hiring, lending, public performance, and broadcasting prohibited…“ oder ähnlich.
Zu beachten ist, dass die Rechtsinhaber solche Hinweise nicht extra anbringen müssen, um ihre Rechte zu wahren. Im Gegenteil: Wenn nicht darauf hingewiesen wird, dass dem Nutzer Rechte an einem Werk eingeräumt werden, hat er auch keine. Allerdings gibt es Nutzungshandlungen, die das Gesetz ausdrücklich erlaubt – auch im Urheberrecht. Sie ergeben sich aus den so genannten „Schranken“. Diese Schranken schränken nicht die Nutzung ein, wie man zuerst glauben könnte, sondern die Rechte der Urheber. So zum Beispiel die Privatkopieschranke, die es erlaubt, von den meisten Werkstücken Kopien für den privaten Gebrauch zu machen. Eine Schranke, die es erlauben würde, geschützte Inhalte zum Abruf für jedermann online zu stellen, gibt es im Urheberrechtsgesetz jedoch nicht. Deshalb sind solche Handlungen in den meisten Fällen verboten.

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Hoch- oder runterladen – eine wichtige Unterscheidung

Das ist allerdings nicht alles. Es ist wichtig zu unterscheiden, ob man ein geschütztes Werk aus einer Tauschbörse herunter lädt oder dort zur Verfügung stellt. Wenn ein privater Nutzer zum Beispiel ein Musikstück aus einer Tauschbörse zieht, ist das erstmal eine „Vervielfältigung“. Wird die Kopie nur für private Zwecke gemacht, ist sie erlaubt – solange sie nicht von einer „offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlage“ gemacht wurde. Ist es allgemein erkennbar, dass eine Datei nicht hätte kopiert werden dürfen, darf sie auch nicht herunter geladen werden.
Dies wird im Zweifel der Fall sein, wenn das Werk, also der Film oder das Musikstück, noch gar nicht offiziell auf dem Markt angeboten wird. Das trifft etwa auf Filme zu, die hierzulande noch nicht im Kino laufen, könnte aber auch für solche Filme gelten, die nur kopiergeschützt auf den Markt kommen. Ist ein Film aber bereits im Fernsehen gelaufen, kann die in einer Tauschbörse angebotene Datei auch eine rechtmäßig hergestellte Privatkopie sein. Diese wurde also im Zweifel nicht „offensichtlich“ rechtswidrig hergestellt. Das Beispiel zeigt, dass diejenigen Fälle, in denen im Grunde jedermann klar ist oder klar sein müsste, dass eine Kopie nicht hätte gemacht werden dürfen, eher die Seltenheit sein werden. In allen anderen Situationen wurde das Werk eben nicht „offensichtlich“ rechtswidrig hergestellt und der Download zu privaten Zwecken ist zulässig.
Noch ein Hinweis: Lädt man sich aus einer Tauschbörse Dateien herunter, um diese den anderen Nutzern wiederum zum Download anzubieten, ist dies keine zulässige Privatkopie. Die Privatkopieschranke gestattet das Vervielfältigen von Werken nur zum Gebrauch im privaten Umfeld (zu Hause, bei Freunden, Familie etc.). Hat man von vornherein vor, die herunter geladenen Dateien zum Download freizugeben, ist schon das Herunterladen unzulässig.

Welche Folgen drohen?

Bietet man trotz des Verbots geschützte Inhalte in einer Tauschbörse an, begeht man eine Urheberrechtsverletzung. Diese kann sowohl von den Rechtsinhabern (also zivilrechtlich) als auch durch die Staatsanwaltschaft (also strafrechtlich) verfolgt werden.
Zum einen kann, wer erwischt wird, vom Rechteinhaber auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt werden. Dieser Schadensersatz kann dabei sehr hoch sein, denn er hängt meistens von der Zahl der angebotenen Werke ab. Wer also 1.000 Musikstücke – an denen er keine Rechte besitzt – bereitstellt, kann auf 1.000 Mal mehr Schadensersatz verklagt werden als jemand, der nur ein Stück zur Verfügung stellt. Ob und in welcher Höhe dann tatsächlich Schadensersatz gezahlt werden muss, müssen die streitenden Parteien (also Rechteinhaber und Uploader) außergerichtlich klären, oder es wird vor Gericht entschieden. Nach Presseberichten sind bisher zwei derartige Fälle in Deutschland vorgekommen. In einem zahlte ein Auszubildender 8.000 Euro Schadensersatz, im anderen ein Lehrer 10.000 Euro.
Weiterhin kann jemand, der illegal Werke in Tauschbörsen anbietet, auch zu einer Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren und einer Geldstrafe (zusätzlich zum Schadenersatz) verurteilt werden. Eine Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe ist bisher in Deutschland nicht bekannt geworden.

Anonym im Netz?

Allerdings ist es für die Rechtsinhaber schwierig, die Tauschbörsennutzer zu verfolgen. Probleme bereitet es vor allem, deren Identität festzustellen. Denn die Rechteinhaber können nur herausfinden, von welcher numerischen Adresse ein Werkstück angeboten wurde. Diese so genannten IP-Nummern werden allerdings von den Firmen, die den Nutzern den Zugang zum Internet ermöglichen – den Internetzugangsprovidern (ISPs) wie T-Online, Freenet oder AOL – dynamisch vergeben, das heißt ein Nutzer bekommt bei jedem Login einen neue Nummer zugeteilt. Und die ISPs müssen – so jedenfalls die meisten deutschen Gerichtsentscheidungen – auf Anfrage den Rechteinhabern nicht verraten, welchem Kunden zu welchem Zeitpunkt welche IP-Nummer zugeteilt war.
Etwas anderes ist es, wenn ein Strafverfahren eröffnet wird (aus den oben genannten Gründen). In dem Fall müssen die ISPs den Namen desjenigen bekannt geben, dem diese IP-Nummer zugewiesen war.” Quelle: http://irights.info/index.php?id=84

ANI06_PP1

Ich vermute, dass die Diskussion über´s Filesharing genau so kontrovers und genau so lange ergebnislos wie zum Beispiel die über die Legalisierung von Haschisch geführt werden wird… Die Urherberrechtslobby (Medienkonzerne) lacht wahrscheinlich nur über CC-Projekte wie die von VEB-Film Leipzig… und macht sich zum Beispiel mit dem European Songcontest einfach nur lächerlich… Tja, der so genannte Mainstream. Im Netz gibt es erstaunliche CC-Projekte, aber wir gehen ja meist lieber dem schnöden Konsum auf´n Leim – und wieder lachen die Medienkonzerne…

Da eMule und diverse Filesharing-Clients langsam “out” sind – nicht zu letzt wegen der allgemeinen Hetze in den Medien – bekommt Ihr hier ein paar Beispiele für Internetadressen, wo man sich “Sicherungskopien” ziehen kann :

http://www.rsfind.com/, http://www.filestube.com/, http://www.filez.com/, http://rapidshare-search-engine.com/, http://www.kvaz.com/, http://rapidzilla.net/, http://filefab.com/, http://hellafiles.com/, http://www.searchshared.com/, http://www.oneclickfiles.com/, http://filesfinds.com/, http://megadownload.net/, http://www.megauploadsearchengine.com/, http://megaupload.name/, http://onestopfilesearching.com/, http://www.gappon.com/, http://down2crazy.com/, http://search.jrfreelancer.com/, http://avun.com/

 

…aber nichts geht über die “legale” Alternative zum reinen Saugen im Internet: http://creativecommons.org/

 

 

LuMaxArt_Gold_Guys_With_Creative_Commons_Symbol

Siehe auch: http://www.vebfilm.net/content/blogcategory/29/37/lang,de/ und

http://www.vebfilm.net/content/blogcategory/31/54/lang,de/cc-by-nc-nd

Aber | denn: Wie wichtig ist uns “der” Konsum? Stellen wir nicht alle archaische Datensammellust der Kurzweil ständig in den Vordergrund?

Gerade hat mich eine Freundin zu Tränen gerührt, DAS kann der Konsum nicht bieten, keinesfalls. Was ist die Königlichkeit großer Gefühle gegenüber dem schnöden Mammon und der Befriedigung weltlicher Gelüste?

Wir erheben jedwelche Steigerung von Wachstum und Wirtschaft zu unserem persönlichem Heil…

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Die schönste Nebensache der Welt: Essen & Trinken

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