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Archive for the ‘Taiji 太极拳’ Category

Vom Weg #3, erstes Fühlen, in welche Richtung es jetzt gerade geht

22. Juni 2011 8 Kommentare

Der “Kreisel” mit Pierre Kuzmenko – er gehört zu den Übungen meiner TaiChiGung – Schule; unser Gi-Gong ist koreanisches Wonchuk-Gi-Gong   und enthält auch Teile von Gi-Gong-Großmeister Kim, K.-T. (Vorsitzender der International-Wonchuk-Gi-Gong-Federation Europe, Deutschland).

Vor mir liegt ein DIN-A3-Plakat mit lauter koreanischen Schriftzeichen und Übungsanleitungen in Bildern. WOW, Großmeister Kim, K.-T. war gestern das erste mal in Meister Kim, Sang-Yeuls Sportakademie und hat uns in Gi-Gong unterrichtet: Klopfmassagen gegen verschiedene Beschwerden, Atem-, Meditations- und Dehnungsübungen bis hin zur Einführung in “freies-Gi-Gong-Tanzen”. Dieser Meister kann das Chi (auch Qi oder Gi) so lenken, dass er “mit seinen Händen heilen kann”, ist als Heilpraktiker tätig; und natürlich kam auch von ihm der Hinweis auf die tollen Möglichkeiten, in der freien Natur Energiearbeit zu leisten (ich habe mit Baum Qigong ja schon mehrfach Erfahrungen machen dürfen…). Großartige Lehrstunde, ich bin gespannt auf die nächsten! Sterbecke 21. 036 Wieder ein ganz kleiner Schritt auf dem Weg von 1000 Meilen in Richtung des Spürens, des Fühlens (Spueren hilft dem Koerper, mit dem Wind zu segeln, Sensory Awareness: immer und überall… und TASTSINN – FRÜHER UND HEUTE) – so nach Innen “sehen” zu lernen, ist ein wichtiger Teil meiner derzeitigen spirituellen Entwicklung: gefühltes Wissen und erfahrener Glaube. – Mit Meditations- und Atempraktiken (ob in Ruhe oder Bewegung) ordnet sich ganz langsam das Bild und die Zusammenhänge vom eigenen inneren körperlich-seelischen Mikrokosmos im äußeren Makrokosmos, erlebbare Ganzheitlichkeit. Die Pflege des Lebens, getragen von geschärften Sinnen, klareren Gedanken und positiv veränderter Körperlichkeit geht so einher mit hoffnungsvoll stimmender Sinnvervollständigung.

“[…]Um Unsterblichkeit (oder Tao) zu erlangen, haben die Taoisten verschiedene Methoden entwickelt. Eine davon ist die taoistische Meditation, eine Art „innerer Alchimie“. Meditation und richtiges Atmen (nei kung) sollen zusammenwirken, um aus der biologischen Energie des Körpers und der geheimen Kraft des Universums ein „inneres Elixier“ entstehen zu lassen. Wie in einem alchimistischen Prozess soll eine Essenz in die andere geläutert werden –

Ching (biolog. Energie) –> Chi

Chi –> Shen 

Shen (Chinesisch: 神) bedeutet „Geist“, „Gott“, „Gottheit“, „Bewusstsein“ und ist ein Schlüsselwort in der chinesischen Philosophie, Religion und Medizin. Im Taoismus soll Shen aus der Bewegung der Lebensessenz „Jing“ (Yin – Kreativität, Sexualität) und der Lebensenergie „Chi“ (Yang – Energie, Atem, Kraft) entstehen.

– damit ein Elixier entsteht, das den menschlichen Geist in den Zustand der „Leere“ (Shu) überführt, in welchem das Ich mit dem kosmischen Bewusstsein verschmilzt. […]” aus „Das chin. Schattenboxen Tai Chi“ von Frieder Anders

Auch asienbezogen – mein, doch hier anderes Thema:  Die mongolische Sängerin Urna Chahar-Tugchi begleitet mich schon ein paar Jahre… deshalb meine heutige Film-Empfehlung: Das Lied von den zwei Pferden, Kritik auf kino.de. “[…]Urna bricht ins Hinterland auf, um ihrer verstorbenen Großmutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Sie will ihre während der chinesischen Kulturrevolution zerstörte, uralte Violine in Ulaanbaatar restaurieren lassen und gleichzeitig die fehlenden Strophen eines Lieds über Dschingis Khan finden. Ihre Suche führt sie in die entlegene, mongolische Steppen. Während der Kleintransporter im Morast stecken bleibt und die Mitfahrer tagelang auf Hilfe warten, fragt Urna die wenigen Jurten-Nomaden über das Lied aus.[…]”

(–> vom Weg #2, Suche + kleine Schritte, –> vom Weg #1, Anfang, dankenswerter Weise erschienen auch beim „Daoweg“-Blog R. Buttlers)

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Vom Weg #2, Suche + kleine Schritte

27. Februar 2011 9 Kommentare

vom Weg #1, Anfang

3. Oktober 2010 21 Kommentare

Ein Teil unserer Umgangsformeln in unserer Schule

1. „Namaste“ – Ich verbeuge mich vor dem Göttlichen in dir.

Der Begriff Namaste kommt ursprünglich aus dem Sanskrit, der Literatur- und Gelehrtensprache des alten Indien, und bedeutet sinngemäß übersetzt: „Ich verbeuge mich vor dir“.
In Indien, aber auch einigen weiteren Ländern Asiens, ist Namaste eine allgegenwärtige Gruß-Geste, die die Ehrerbietung für einen anderen Menschen ausdrückt. Laut Deepak Chopra macht sie in etwa die folgende Aussage: Ich ehre in dir den göttlichen Geist, den ich auch in mir selbst ehre – und ich weiß, dass wir somit eins sind. Einer Überlieferung zufolge soll Mahatma Gandhi auf eine Nachfrage von Albert Einstein, was er denn mit dem bei ihm beobachteten Gruß Namaste ausdrücken wolle, dem genialen Wissenschaftler Folgendes geantwortet haben: Ich ehre den Platz in dir, in dem das gesamte Universum residiert. Ich ehre den Platz des Lichts, der Liebe, der Wahrheit, des Friedens und der Weisheit in dir. Ich ehre den Platz in dir, wo, wenn du dort bist und auch ich dort bin, wir beide nur noch eins sind.
Als übliche Geste werden dabei die Innenhandflächen zusammengeführt, sie werden in Nähe des Herzens an die Brust gelegt und der Kopf wird leicht gebeugt. Während in der westlichen Welt normalerweise auch das Wort Namaste dazu ausgesprochen wird, ist in Indien die Geste selbst unmissverständlich und der wörtliche Gruß eher ungebräuchlich. Manchmal wird eine noch tiefere Ehrbezeugung dadurch ausgedrückt, dass die gefalteten Hände angehoben und die Fingerspitzen beider Zeigefinger auf die Stelle zwischen den Augen gelegt werden. An eben jene Stelle, wo sich nach Meinung der Hindus das mystische „dritte Auge“ verbirgt.

(Vgl. Gassho http://daoweg.wordpress.com/tag/gassho/ ist eine Abkürzung für ‚gatsu-sho‘. Das Wort ist zen-Buddhismus-spezifisch…)

Verbeugungen helfen uns zu erkennen, dass es etwas Bedeutenderes als uns selbst gibt. In dieser Weise reinigen wir den Stolz, den wir über zahllose Leben angesammelt haben, indem wir immer dachten: „Ich habe Recht“, „Ich bin besser als andere“ oder „Ich bin der Wichtigste“. Über zahllose Leben (!) haben wir Stolz aufgebaut, infolgedessen gehandelt und Karma angesammelt, das die Quelle unserer Leiden und Probleme ist. Das Ziel in der buddhistischen Praxis der Verbeugungen ist, dieses Karma und unsere Geisteshaltung zu reinigen. Verbeugungen helfen uns, uns auf etwas zu stützen, das wichtiger als unser Stolz und unser Anhaften am Ego ist. In dieser Weise, durch volles Vertrauen und Hingabe, werden wir alles los, was wir durch Stolz angesammelt haben.

Physische Vorteile der (vielen) Verbeugungen:
Sie beeinflussen auch stark das Gleichgewicht und die Harmonie in unserem Körper. Blockaden in den Energiebahnen lösen sich allmählich auf, was uns hilft, Krankheiten, Energiemangel und andere Probleme zu vermeiden. Zugleich wird unser Geist klarer und unsere Auffassungsgabe nimmt zu.
Die Geisteshaltung während der (vielen) Verbeugungen:
Wir sollten die Verbeugungen mit einem Geist voller Vertrauen, Freude und der Motivation zum Nutzen anderer machen. Das Verneigen als Sich-Verlieren und Finden Als Modell zwischenmenschlicher Dynamik…

Und so weiter und so fort… ein weites Thema, vielfach beschrieben und wissenschaftlich, als auch historisch und religiös behandelt.

Beim Namaste-Gruß sagen wir in unserer Schule auf Koreanisch: “seon” ( oder = „Zen“) – eine (Zen-)Buddhistische Wortformel mit verschiedensten und schwierig zu übersetzenden Bedeutungen; beispielsweise: „Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.“

2. „Ming-Gruß“, der Friedensgruß (auch Chuan Li Dai)

orientiert sich am chin. Schriftzeichen (míng = hell; bzw. Ming-Dynastie), das sich aus den Radikalen

Sonne (yang / Faust)

hell, licht (gelb), leicht, kräftig, männlich, expandierend, ausweitend, voll, geöffnet, nach vorwärts, Außen, positiv geladen, elektrisch, usw.

und Mond (yin / offene Hand)

dunkel, schwarz, schwer, weich, weiblich, implodierend, zusammenziehend, leer, geschlossen, zurück gerichtet, Innen, negativ geladen, magnetisch, usw.

zusammensetzt.

Was für uns das alltäglich gebräuchliche Händeschütteln ist, war im alten China ein Handzeichen: die linke Faust wurde mit der rechten offenen Hand bedeckt. Damit wollte man seinem Gegenüber seinen guten Willen und friedliche Absicht bekunden. Die Handhaltung änderte sich jedoch, als Soldaten, Krieger und Kampfkunstmeister ihre Waffen selbst zum Gruß nicht aus der Hand Bild in Gruß.doc legten, die sie meist in der rechten Hand hielten. Dies bedeutete jedoch keine Beeinträchtigung der Bedeutung des Grußes, da diese Waffen nach chinesischer Denkweise untrennbar mit ihren Besitzern verbunden waren. Durch diesen Brauch kam es im Laufe der Zeit zu einem Rollentausch der Hände, wobei nun die rechte Faust von der linken Hand bedeckt wurde, selbst wenn keine Waffe gehalten wurde. Heute sagt man auch, die rechte Faust (bei den meisten Menschen die Schlaghand) wird von der offenen linken Hand(die vom Herzen kommt) bedeckt, was eben diese Bedeutung von Frieden und gutem Willen ausdrücken soll.

Wir sagen dabei: „taischischüen

Nächste Woche fangen wir mit den ersten Schwerttechniken (zu erst Grundform aus dem Jianshu – 32er IWuF Elementary Wushu Routine – später reguläres Taiji Jian) an, ich freue mich drauf. DSC01900

Allen einen friedlichen Sonntag. „Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.“ (chin. Sprichwort)

weiterführende Links:

http://www.youtube.com/user/saikoxaol#grid/user/60B6FB65DBC15997

http://sportakademiekim.com

http://newsletter-innere-kampfkuenste.blogspot.com/

http://daoweg.wordpress.com/

http://www.taichianer.at/was-bedeuten-die-tai-chi-schriftzeichen/

http://taijifortwo.blogspot.com/

There is no way to happiness, happiness is the way. (Buddha)

DSC01887Man sagte mir in so mancher Situation, auch im Umgang mit meinen bisherigen Meistern nach, ich sei vielleicht ein wenig zu devot, sehr habe ich in meinen Sensei bisher Vorbilder gesucht und Vater- beziehungsweise Freundersatz gesehen. Meine Persönlichkeit habe ich heute klarer und abgegrenzter; denn die obigen Erklärungen zum “Namaste” spiegeln auch eine andere Haltung wieder, die ich inne habe. Achtung vor meinem Gegenüber. Frieden and so on – nicht zu letzt auch erwachsen aus spirituellen  Aspekten meiner Persönlichkeit, tiefem Glauben der zum Teil auch dem Buddhismus sehr nahe ist. Manchmal schwer zu verstehen für den Stolzen.

Jetzt ist es an der Zeit, mein persönliches WU CHI mit dynamischem Yin und Yang zu füllen – ganz in der Tradition und Lehre der Bewegungsabläufe des Taijiquan. Glück. Schicksal als Chance – wahrgenommen.

Konflikte, Partnerschaft, Sexualität, Beruf

Beratung, Coaching, Mediation...

Hans J. Günther

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Die schönste Nebensache der Welt: Essen & Trinken

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